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Die Elektrizitätsbranche rechnet trotz starker finanzieller Förderung mit Milliarden von Steuerfranken nicht damit, dass auf lange Sicht der Anteil an neuen erneuerbaren Energien an der inländischen Stromproduktion 10 Prozent übersteigen kann. Und die vom Bundesrat dargelegten Szenarien für eine ausreichende Stromproduktion ohne Kernenergie sind bisher zu wenig konkret. Damit kann die Stromlücke nicht geschlossen werden. Die Schweiz ist weder ein Sonnen- noch ein Windland.
Das Energieforum Nordwestschweiz hält jedoch die neuen erneuerbaren Energien, Kleinwasserkraft, Biogas, feste Biomasse, Geothermie, Wind und Photovoltaik, für eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden Strommix. Es sollen jedoch nur solche Technologien gefördert werden, die zukunftsträchtig und wettbewerbsfähig sind.
Hohe Produktionskosten
Als nachteilig für die neuen erneuerbaren Energien wirken sich deren hohe Produktionskosten aus. Die heutigen Gestehungskosten für eine Kilowattstunde Strom betragen bei den bestehenden Kernkraftwerken rund 5 Rappen, bei den schon amortisierten Flusskraftwerken sind diese sogar noch tiefer. Zum Vergleich: Biomasse, Windenergie und Geothermie sind drei- bis viermal so teuer, die Photovoltaik gar 15-mal und mehr.
Auch wenn künftig mittels technologischem Fortschritt die Gestehungskosten der neuen erneurbaren Energien sinken, werden mit zunehmender Ausschöpfung deren Potentials die Kosten ansteigen. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass in der Schweiz die günstigen Standorte zum Beispiel für Windenergie und Kleinwasserkraft beschränkt sind. Zudem müssen für Windenergie und Photovolatik wegen der nicht voraussehbaren Produktion Reservekapazitäten, beispielsweise in Form von Pumpspeicherkraftwerken oder Gas-Kombikraftwerken, bereitgehalten werden. Auch dies trägt zu den hohen Kosten bei.
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